Trinkgelage der Antike

Petra Amann, Historikerin/Etruskologin an der Uni Wien, hat in einem von ihr geleiteten großangelegten Projekt alle Bankett- und Gelageszenen vom 8. bis zum 3. Jh. v. Chr. im italischen, griechischen, klein- und vorderasiatischen Raum systematisch untersucht. Auch eine Datenbank mit über 800 Einträgen ist entstanden, in der selbst die kleinsten Details abgefragt werden können.
Trinkgelage“ ‚Das Bildmotiv kommt zwar in allen Bereichen des Lebens vor – wir haben uns aber speziell auf den Grabbereich konzentriert’… Dieser Bereich sei besonders interessant, weil er für die Selbstdefinition eine wichtige Rolle spielt: ‚Wie sich der oder die Verstorbene das Jenseits vorstellt bzw. welches Bild er von sich selbst der Nachwelt hinterlassen will, sagt viel über den kulturellen Hintergrund und die sozialen Strukturen einer antiken Gesellschaft aus‘ (…)
Bankettmotive finden sich in den griechischen „Randbereichen“ – von Etrurien über Makedonien, Lykien, Zypern bis zum karthagischen Bereich in Nordafrika – relativ häufig im Grabbereich, im griechischen Kernland rund um Athen hingegen fast nur im Votiv- und Alltagsbereich.
Die Form, wie z.B. eine Frau dargestellt wird, sagt viel über eine Gesellschaft aus. ‚Deshalb war das weibliche Element ein wichtiges Thema im Projekt‘, so die Expertin. ‚Kommen Frauen überhaupt vor? Wenn ja, wie?‘ (…)
Dank eines methodisch einheitlichen Vorgehens bei der Analyse der einzelnen Kulturlandschaften können die WissenschafterInnen nun präzisere Aussagen über die soziopolitische Situation sowie religiöse Vorstellungen antiker Gesellschaften treffen. “ – Der vollständige Artikel findet sich auf dem Medienportal der Uni Wien.

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